RÜCKBLICK HERBST 2019 – ATSV PUCHBERG

Die Überraschungmannschaft der Herbstsaison oder zumindest der ersten zwei Drittel der Herbstsaison war mit Sicherheit der ATSV Puchberg. Dass der ATSV auf Rang 5 überwintert hatten ihm wohl nur die wenigsten zugetraut …

Die Sommerpause im Schneebergland verlief weitgehend ruhig – der Kader wurde kaum verändert, Verstärkung holte man sich mit Legionär Laszlo Varga dazu, der das Mittelfeld beleben sollte. Auch Routinier Andreas Staufer stand nach überstandener Verletzung wieder voll im Saft. Die Vorbereitung verlief dann auch sehr vielversprechend, einige Kantersiege konnten eingefahren werden und man fuhr voller Hoffnung und Zuversicht zum Saisonauftakt.

Und da setzte man gleich ein Ausrufezeichen, denn man siegte doch überraschend beim Titelfavoriten aus Mönichkirchen mit 5:3, der Start somit perfekt. Nachdem die Partie in Kirchberg abgesagt und verschoben werden musste, stellte man mit einem souveränen 2:0-Heimsieg gegen Schlöglmühl den Traumstart sicher. In den kommenden drei Runden dann ein leichter Abwärtstrend im Formparometer, denn die Auswärtsspiele gegen Ternitz (2:4) und Kirchberg (0:3) verlor man, gerade in Ternitz hatte man sich doch mehr erwartet. Dazwischen gab es zuhause ein Last Minute-Remis gegen den FC Schottwien. Vor dem Derby gegen St. Egyden stellte sich somit die Frage in welche Richtung es tabellarisch für den ATSV gehen sollte, und es sollte nach oben gehen. Den Anfang machte ein 5:4-Auswärtssieg im Krimi gegen St. Egyden, wo man sich trotz defensiver Probleme auf die Offensive verlassen konnte. Ebenfalls etwas Spielglück auf seiner Seite hatte man im Heimspiel gegen Hochwolkersdorf – die jungen Howodoer waren ein wirklich starker und spielerisch auch überlegener Gegner, die Puchberger aber routinierter und effektiver, siegten am Ende mit 4:1. Das Derby in Grünbach war kein Leckerbissen, Wind und Wetter hatten was dagegen, der ATSV holte das Maximum raus, siegte 2:0. 3 Granat-Tore sorgten dann für einen knappen Heimsieg in Überzahl gegen Natschbach und somit ging man mit 4 Siegen in Folge in den Schlager gegen Tabellenführer Scheiblingkirchen. Und auch da war die Leistung nach verschlafenem Beginn im ersten Durchgang sehr sehenswert, man kämpfte sich heran, erzielte den Ausgleich, musste sich mit schwindenden Kräften in Folge aber doch den Heimischen mit 2:5 beugen. Danach war etwas die Luft draußen, am deutlichsten zu spüren war dies gegen den SVSF Pottschach, 0:7-Debakel zuhause, der Stachel saß. Zum Hinrundenabschluss gab es dann zwei Remis – beim 3:3 in Willendorf stach abermals Balasz Granat mit 3 Volltreffern heraus. Im verschobenen letzten Spiel gegen Hochneukirchen musste man sich dann mit einem 1:1-Remis zufriedengeben.

21 Punkte nach 13 Runden, eine tolle Hinserie des ATSV Puchberg, der gerade im zweiten Drittel der Hinrunde keine Fehler machte und die notwendigen Punkte einhamsterte. Anders als im Herbst vor einem Jahr spielte und kämpfte sich der ATSV in einen positiven Lauf. Puchberg sicher eine positive Erscheinung der Hinserie. Das sieht man auch intern so:

Wir sind mit der Herbstsaison sehr zufrieden. Haben unser Saison Ziel (Einstelliger Tabellenplatz) sogar übertroffen. (Alexander Hartberger – Obmann ATSV Puchberg)

Umso überraschender für Außenstehende dann die Meldungen, die man in den letzten Wochen vom Schneebergland mitbekam. Vor einigen Wochen gingen Topscorer Balasz Granat und der ATSV getrennte Wege und vor einigen Tagen trennte man sich dann auch vom erfolgreichen Coach Thomas Steiner. Veränderungen stehen beim ATSV Puchberg auf dem Programm, im Jänner soll ein neuer Trainer präsentiert werden. Man ist gespannt auf das Gesicht, welches die Jungs aus dem Schneebergland im Frühjahr 2020 präsentieren werden.

MAN2WATCH:

 

Ein Indiz, in welche Richtung es beim ATSV gehen könnte, ist der Weg des Maximilian Fischer. Das Eigengewächs stand mit seinen 16 Jahren in jedem der 13 Hinrundenspiele in der Startformation. Und nicht nur das, der Youngster lieferte bei seinen Einsätzen auch Woche für Woche unglaublich konstante Leistungen auf hohen Niveau ab.

 

 

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