RÜCKBLICK HERBST 2019 – SVSF POTTSCHACH

Bei der Gruppensitzung der 2.Klasse Wechsel im Sommer wurde der SVSF Pottschach als Topfavorit auf den Titel auserkoren, so ganz gerecht wurde der SVSF Pottschach diesen Ansprüchen im Herbst 2019 aber nicht …

Im Sommer holte Pottschach drei Spieler mit SVSF-DNA zurück – Stix und Hecher aus Hirschwang sowie Kleinander aus Gloggnitz sollten der Mannschaft die notwendige Qualität für das Titelrennen geben.

Die Vorbereitung durchlief dann aber einigermaßen durchwachsen – man konnte kein Spiel gewinnen, außerdem konnte Coach Manuel Mannsfeldner nie die Wunschformation aufbieten, so wirklich wusste man nicht, wo man steht.

Und die erste halbe Stunde der Saison war dann auch einigermaßen wackelig, Schottwien war weit gefährlicher, dann stabilisierte sich der SVSF und siegte noch klar mit 3:0. In der Folgewoche setzte man das erste Ausrufezeichen, obwohl man den Start wieder verschlief und zu Beginn Glück hatte nur 0:1 zurückzuliegen. Als der Motor aber lief, überrollte man St. Egyden mit 5:2. Auch gegen Howodo machte man kaum Fehler, siegte mit 4:1. Die Pflichtaufgabe Grünbach bewältigte die Mannsfeldner-Elf mit Bravour – 4:0. Dann aber startete die schwarze zweite Septemberhälfte. Gegen Natschbach war man nach einem weiteren Fehlstart zwar in der ersten Halbzeit überlegen, ließ aber die Chancen liegen und verlor nach schwacher Darbietung nach der Pause noch mit 1:2. In Scheibling hatte man der Standardstärke des USV kaum was entgegenzusetzen – unterlag mit 1:3. Die bitterste Niederlage der Herbstsaison war aber wohl jene im Heimspiel gegen Kirchberg – zur Pause 3:0 vorne, erlebte man nach der Pause einen Totalabsturz – verlor noch mit 3:5. Mit Willendorf kam mitten in der Krise eine schwierige Aufgabe in die Moving-Arena. Der SVSF zeigte sich aber stabilisiert und siegte mit 2:0. Da man viele Chancen liegen ließ, blieb auch das Spiel in Hochneukirchen lange spannend, der Sieg fiel mit 3:2 viel zu knapp aus. Endgültig den Anschluss an die Top 3 verlor man dann aber im Heimspiel gegen Mönichkirchen, offensiv war das sehr ansehnlich, defensiv aber viel zu inkonsequent, die Folge war eine 3:4-Pleite. Und dann begann in den letzten 3 Spielen die Phase der wilden Leistungssprünge. Beim 7:0 in Puchberg war Pottschach auf allen Ebenen top, im Gesamtpaket mit der wohl besten Saisonleistung. In der Folgewoche das genaue Gegenteil – eine schwache Darbietung endete in einer nicht unverdienten Heimpleite gegen Schlöglmühl. Im Stadtderby gegen Ternitz war man dann wieder top, führte bereits zur Pause 4:0 und siegte am Ende klar mit 4:1.

Kein einziger Punkt gegen die Teams aus den Top 3, sowie zwei unnötige Ausrutscher in Heimspielen gegen Nachzügler – die Gründe warum Pottschach „nur“ auf Rang 4 steht sind schnell gefunden. In den drei Topspielen erzielte der SVSF 7 Tore, das sind gegen Scheibling, Kirchberg und Mönich Topwerte – das Problem? Man kassierte in diesen Spielen satte 12 Tore (im ganzen Herbst schlug es hinter David Puhr nur 21 Mal ein). In den restlichen 8 Spielen machte Pottschach keine Fehler, siegte fast immer sehr klar. Im Allgemeinen braucht man sich aber um den SVSF keine Sorgen zu machen – gespielt wird mit ausnahmslos Eigenbauspielern, der Output aus U23 (wurde Herbstmeister) und U17 ebenfalls top.

Der Start in die Saison war hervorragend, bis zum Natschbach-Spiel. Dann haben wir leider einen ganz miserablen September erwischt. Schlussendlich sind wir mit vielen unnötigen Niederlagen hinter unseren eigenen Erwartungen geblieben. (Manuel Mannsfeldner – Trainer SVSF Pottschach)

MAN2WATCH:

 

Natürlich würde sich beim SVSF auch Mathias Hecher (22 Scorerpunkte) diese Worte verdienen, mit Dominik Slukan verfügt Pottschach aber über ein absolutes Ausnahmetalent. Der Sohn von SVSF-Legende Stjepan ist mit seinen 17 Jahren (Baujahr 2002!) absoluter Leistungsträger bei Pottschach. Oft lebt das Spiel von seinen Impulsen und Ideen. Nicht ganz überraschend die Tatsache, dass Pottschach in der einzigen Partie ohne Sluki (fehlte erkrankt gegen Schlöglmühl) das einzige Mal torlos blieb. Auch wenn der junge Mann rein nach Scorerpunkten noch Aufholbedarf hat, darf man gespannt sein, wie lang das Supertalent dem SVSF erhalten bleiben wird.

 

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