RÜCKBLICK HERBST 2019 – ASK TERNITZ

Einen wahrlich turbulenten Sommer hatte der ASK Ternitz hinter sich. Umso überraschender war es für viele, wie sich der ASK in der Herbstsaison präsentierte.

Im Sommer gab es nicht nur den überraschenden und nicht geräuschlosen Abgang vom ehemaligen Obmann Wolfgang Dworak sondern wenig später gab der ASK auch die Verpflichtung von Schlöglmühls Topspieler Nedeljkovic und Glogovac bekannt. Plötzlich hatten einige den ASK auf der Liste der Geheimfavoriten. Die Vorbereitung lief gut – unter anderem schoss man den Herbstmeister der 2.Klasse Steinfeld, Oed, mit 6:1 aus dem Ternitzer Stadion. Kurz vor Saisonstart trennte man sich dann aber von den Serben.

Und so war es umso überraschender wie der ASK in die Saison startete , bei höher gehandelten Willendorfer siegte man mit 4:3 – verlor aber zwei Spieler mit Gelbrot. So war die Personallage vor dem ersten Heimspiel gegen Hochneukirchen noch angespannter und man war beim 2:5 doch deutlich unterlegen. Beim Auswärtsspiel in Mönich wehrte man sich beachtlich, letztlich stand aber doch eine 2:4-Pleite auf dem Spielberichtsbogen. Gegen toll gestartete Puchberger gab es dann am folgenden Sonntag den ersten Heimsieg der Saison, man siegte 4:2. Die schwächste Leistung der Hinserie lieferte die Atabinen-Elf in Schlöglmühl ab, man unterlag hier sang- und klanglos mit 0:3. Wesentlich besser aber punktetechnisch nicht wertvoller war der Auftritt beim Vizeherbstmeister aus Kirchberg, trotz Führung musste man sich am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Danach blieb der ASK in den folgenden 3 Wochen ungeschlagen. Gegen Schottwien erfightete man sich in der Schlussminute auch etwas glücklich ein Remis, ehe man in der Folgewoche in St. Egyden überraschen konnte – 3:2-Auswärtssieg. Ganz abgeklärt war dann die Vorstellung im Heimspiel gegen Howodo – ein souveränes 3:1, allerdings verlor man Abwehrchef Schandel mit böser Verletzung. Gegen Grünbach leiste man sich die 2.Flopleistung des Herbstes – beim 0:1 enttäuschte man auch in Überzahl auf voller Linie. Das wahre Gesicht zeigte Ternitz dann wieder im Heimspiel gegen Natschbach, beim 4:1-Heimsieg war Spielertrainer Atabinen mit 3 Treffern nicht zu stoppen. In den letzten beiden Runden musste man dann dem großen Aufwand der Herbstsaison doch etwas Tribut zollen – beim Herbstmeister aus Scheiblingkirchen (0:4) war man ebenso chancenlos wie beim Stadtderby gegen Pottschach (1:4).

Am Ende steht für den ASK Ternitz Rang 7 nach der Hinrunde mit ordentlichen 16 Punkten. Nach der Trennung von den beiden Legionären sahen viele den ASK wohl eher im Tabellenkeller, aber mit klarer defensiver Struktur und einfachem Spiel holte Trainer Atabinen wohl das Maximum aus der Truppe heraus. Er selbst steuerte mit 15 Saisontoren natürlich auch einen gewaltigen Beitrag bei. Im Winter will man sich in Ternitz verstärken, man darf gespannt sein, welches Gesicht der ASK in Frühjahr präsentieren wird.

In Anbetracht der Probleme, sind wir sehr zufrieden. Neben den beiden Serben sind im Laufe der Herbstsaison Pehofer und Schandel noch ausgefallen. Wenn ich mir andere Mannschaften mit zwei, drei Legionären anschaue, die in der Tabelle hinter uns liegen, sind die 16 Punkte sehr sehr gut! (Ayhan Atabinen – Spielertrainer des ASK Ternitz)

MAN2WATCH:

Zweifelsohne war ASK-Spielertrainer Ayhan Atabinen im Herbst eine prägende Figur im ASK-Spiel. Aber fast noch um den Deut auffälliger agierte Mittelfeldregisseur Caner Degirmenci. In den ersten Runden konnte man sich vielleicht noch auf den Überraschungseffekt ausreden, mit der Zeit wussten aber die meisten Mannschaften über das Erfolgsmuster des Ternitzer Offensivspiels Bescheid. Umso bemerkenswerter sind die Leistungen Degirmencis in Anbetracht dessen, dass ihm teilweise 1-2 Kettenhunde zur Seite gestellt wurde, aber der Linksfuß dem Spiel immer wieder seinen Stempel aufdrücken konnte.

 

 

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