Spannung oder Vorentscheidung?

Vor der Saison waren sich alle Experten einig – so einen Alleingang wie in der Vorsaison, durch den SC Neunkirchen, wird es heuer nicht geben. Nach 8 gespielten Runden schaut es aktuell etwas anders aus, Scheiblingkirchen bisher mit der perfekten Saison (8 Spiele, 8 Siege) und bereits 5 Punkte vor den nächsten Konkurrenten. Solch einen Polster hatte Neunkirchen zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison übrigens (noch) nicht …

Den Auftakt der Runde machen zwei Freitagabendspiele. Im ersten Spiel ab 19:30 Uhr ist Puchberg gegen Natschbach Favorit. Die Heimelf spielt bisher eine sehr gute Saison und steht mit 16 Punkten vollkommen zurecht auf Platz 4. Das Ziel der Puchberger wird auf jeden Fall sein, die Serie von bisher drei Siegen in Folge gegen den USV auszubauen. Dem ATSV fehlen wird dabei Lazslo Varga, dem es gemeinsam mit Willendorfs Kieteubl gelang, in den ersten 8 Runden bereits 5 gelbe Karten zu sammeln. Weiterhin relativ lange bleibt die Ausfallsliste beim USV Natschbach. Die Elf von Christian Ringhofer meldete sich in der Vorwoche aber mit einem guten Auftritt gegen Mönichkirchen retour, erst ein Elfmeter in der Nachspielzeit kostete am Ende den Dreipunkter. Man darf gespannt sein, wie die Wundertüte der Liga am Freitagabend performt. Im zweiten Freitagsspiel (ab 20 Uhr) empfängt Hochneukirchen den SVSF Pottschach. Für die Summe der Ausfälle, die Hochneunkirchen-Coach Erich Röcher Woche für Woche hinnehmen muss, ist Platz 6 mehr als in Ordnung. Vergangenen Sonntag erreichte die Ausfallliste ihren Höhepunkt, von 13 Ausfällen und einigen reaktivierten Spielern war die Rede, so war man beim Tabellenführer natürlich einigermaßen chancenlos. Pottschach dagegen machte letzten Samstag den ersten Schritt aus der Krise. Nach drei Niederlagen in Folge schaffte es Coach Manuel Mannsfeldner seiner Mannschaft gegen Willendorf den richtigen Matchplan mit auf den Weg zu geben, mit Einsatz und Kompaktheit holte man sich verlorenes Selbstvertrauen zurück und fuhr einen staubigen 2:0-Sieg ein. Ziel der Pottschacher wird am Freitag auf jeden Fall sein, mit einem Dreipunkter wieder heimzukehren.

Im Mittelpunkt der diesmal vier Spiele am Samstagnachmittag (Anpfiff jeweils 15:30 Uhr) steht das Spitzenspiel Zweiter gegen Erster. Der USV Scheiblingkirchen-Warth ist beim FC Mönichkirchen zu Gast. Mönichkirchen ließ vergangenes Wochenende nach zuletzt 6 Siegen in Folge doch etwas überraschend Punkte in Natschbach. Somit ist der Rückstand auf den Tabellenführer auf 5 Punkte angewachsen. Allerdings zählen die Mönicher mit ihrer Routine und Wucht zu jener Mannschaft der man immer zutrauen muss, dass sie den Scheiblingern ein Bein stellen. Mönich ist sicher nicht der Lieblingsgegner des USV. Im Spitzenspiel verzichten müssen wird Mönich aber auf die Vorstöße und Flanken des spielenden sportlichen Leiters Manuel Rois, der nach einer Muskelverletzung wohl noch nicht zur Verfügung stehen wird. Man darf sich auf jeden Fall auf ein spannendes Spitzenspiel freuen – gewinnt die Heimelf, ist wieder alles offen – sollte allerdings der Tabellenführer seinen 9.Sieg einfahren, dann ist das Rennen um den Herbstmeistertitel wohl vorentschieden! In diesem Rennen will wohl auch noch Kirchberg ein Wort mitsprechen, welches am Samstag in Willendorf gastiert. Die Willendorfer konnten am vergangenen Wochenende in Pottschach erstmals spielerisch gar nicht überzeugen, taten sich überraschend schwer in der Offensive zwingende Torgefahr zu erzeugen. Gegen den Tabellendritten muss Coach Petelean nun auf seinen Kapitän Patrick Kieteubl verzichten, der gelbgesperrt nicht spielberechtigt ist. Kirchberg musste am vergangenen Sonntag zum zweiten Mal in dieser Saison Punkte lassen – das 1:1 zuhause gegen Schottwien ging zwar in Ordnung, war für den USV aber zu wenig. Weitere Patzer darf man sich bei der aktuellen Konstanz der Scheiblinger wohl kaum erlauben, also wird die Stern-Elf am Samstag klar auf drei Punkte aus sein. Stichwort Schottwien, die zweite Überraschungsmannschaft der Saison trägt diese Runde wieder ein Heimspiel aus – Gegner ist der FC St. Egyden. Die Elf von Trainer Mario Born ist aktuell der Remiskönig der Liga, bei je 2 Siegen und Niederlagen endeten Spiele mit Schottwiener Beteiligung in dieser Saison bereits viermal Unentschieden. Gegen St. Egyden peilt man den dritten Saisonsieg an. Der Gast aus dem Steinfeld konnte am vergangenen Wochenende den Schwung des Kantersiegs gegen Schlöglmühl nur bedingt mitnehmen und musste mit dem 2:3 gegen Ternitz eine weitere Heimniederlage hinnehmen. Im Allgemeinen fällt auf, dass die Elf von Harald Aulabauer zwei Drittel ihrer Punkte bisher auf fremden Plätzen einhamsterte. Ebenfalls am Samstag am Spieltableau steht das Kellerduell zwischen Schlöglmühl und Grünbach. Beide Mannschaften zeigten in den letzten Wochen einige Male, dass sie vollbesetzt und an einem guten Tag jedem Team der Liga wehtun können – allerdings stehen erst 4 bzw. 3 Punkte auf der Habenseite. Schlöglmühl sammelte letztes Wochenende mit einem Punkt in Howodo Selbstvertrauen, muss aber mit Kurucz wieder mal einen gesperrten Spieler vorgeben. Die Grünbacher mussten sich letztes Wochenende in einem Schneebergderby am Rande der Sinnhaftigkeit (Sturmböen, Regen,…) mit 0:2 geschlagen geben und verpassten somit das emotionale Highlight einer durchwachsenen Herbstsaison.

Das einzige Sonntagsspiel heißt Ternitz gegen Hochwolkersdorf. Auch Ternitz hätten einige nach einem turbulenten Sommer und der Trennung von den beiden serbischen Toplegionären so eine Punkteausbeute wohl nicht viele zugetraut. Die Kampfkraft und der Teamspirit passt beim ASK aber fast immer und offensiv sorgt Spielertrainer Atabinen oft für die Tore und den Unterschied. Genau so ein Knipser der Sonderklasse fehlt Howodo aktuell, denn Puncto spielerischer Qualität und Dynamik ist das sicher eine der Toptruppen der Liga, aber die Punkteausbeute einfach sehr mau. Für Sonntag hofft man auf die Rückkehr des angeschlagenen Radotovic.

Nicht vergessen – die Tipps zur 9.Runde können noch bis Freitag 19 Uhr HIER abgegeben werden!

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