Man2Watch – Rene Panholzer

In unserer etwas verspäteten Juni-Ausgabe von Man2Watch wollen wir uns dem Mann widmen, für den der Monat Juni anders als für die Spieler, die hier die Sommerpause genießen, wohl zu den stressigsten Monaten im Jahr gehört – unserem sportlichen Leiter Rene Panholzer.

Mit der Ankündigung von Christian Ladek im Winter 2014, seine Funktionen mit Sommer 2015 zurücklegen zu wollen, stand die Vorstandsetage des USV Natschbach-Loipersbach vor einer der schwierigsten Aufgaben der letzten Jahre. Denn mit „Ladi“ trat beim USV nicht nur ein Mann kürzer, den man beim USV durchaus wie Josef „Lolo“ Spiess als das „Mädchen für alles“ und „Jederzeit bereit für den USV“ beschreiben konnte, sondern Ladi übte auch über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, die Funktion des sportlichen Leiters aus.

Nach einigen Vorstandssitzungen und Meetings fiel die Wahl des Wunschkandidaten schlussendlich eindeutig auf einen jungen, blonden Mann aus Ternitz-Mahrersdorf. Nach einigen Gesprächen mit Rene konnte im Winter 2014/15 Rene Panholzer als neuer sportlicher Leiter ab Sommer 2015 präsentiert werden. Wie wir alle Rene kennen, ging dieser die Arbeit im Expresstempo an, wurde von Christian Ladek bestens in organisatorischen Bereichen geschult und konnte sich bereits im Frühjahr 2015 ein Bild über die Mannschaft des USV machen.

Und bereits mit seiner ersten großen Entscheidung bewies Rene durchaus Mut, aber auch das richtige Gespür. Rene hatte nach einer durchaus erfolgreichen Frühjahrssaison 2015 das Gefühl, dass sowohl die Mannschaft als auch Trainer Heli Sieder einen Tapetenwechsel brauchen würden und so wurde, in bestem Einvernehmen mit Helmut Sieder, entschieden, dass die Trainerlaufbahn von Heli im Sommer 2015 endet und ein neuer Mann den Spieler neue Inputs geben solle.

Mit der Verpflichtung des Ex-Profis Sandro Lindschinger als neuen Cheftrainer sowie einer Umstrukturierung des sportlichen Kompetenzteams sollte ab der Saison 2015/16 eine neue Ära beim USV beginnen. Dadurch, dass Rene auch beim Hobbyclub SC Wartmannstetten äußerst aktiv war, wurden schnell Kontakte und Beziehungen genutzt um vor allem den Kader der U23 deutlich zu verjüngen und breiter aufzustellen.

In enger Zusammenarbeit mit Sandro Lindschinger wurde nach einem durchwachsenen ersten Halbjahr auch die Situation in der Kampfmannschaft näher analysiert und Rene gelang es im Winter 2015/16 5 Spieler zum USV zu lotsen, wovon mit Basti Tanner, Thomas Ungerhofer und Christian Petz drei davon immer noch unersetzbare Stammkräfte der heutigen USV-Truppe sind.

Zwischen all den Tätigkeiten in der sportlichen Leitung darf man aber auch nicht vergessen, dass sich Rene nie zu schade war, wenn Not am Mann war auch in der U23-Mannschaft fußballerisch auszuhelfen – meist auf der unbeliebten Tormannposition, manchmal war der „blonde Engel“ auch auf der linken Außenbahn aktiv. Auch bei der Organisation einer neuen Dressengarnitur im Winter 2016 war Rene federführend beteiligt. Ab der Sommervorbereitung 2016 organisierte Rene halbjährlich auch immer die Trainingslager/ Trainingscamps des USV Natschbach-Loipersbach, welche von den Spielern immer großartig angenommen wurden und immer wieder Highlights der Vorbereitungen darstellen.

Der wohl größte Coup am Transfersektor gelang Rene Panholzer im Sommer 2016 mit der Verpflichtung des EX-Profis Richard Wemmer vom GAK. Trotz katastrophalen Starts in die Saison 2016/17 stabilisierte sich die Truppe danach, lieferte tolle Partien, unvergessen hier wohl der Auswärtsauftritt in Neunkirchen, als man den Titelfavoriten ganz nah an einer Niederlage hatte oder aus emotionaler Sicht, sicher auch der Last Minute Heimsieg gegen Schottwien. Der USV konnte die Herbstserie trotz verkorksten Start positiv abschließen.

Leider schlich sich beginnend mit Winter 2016/17 unglaubliches Verletzungspech in die USV-Truppe, weshalb die Frühjahrssaison 2017 leider enttäuschend verlief. Am Ende dieser Spielzeit entschied sich dann Sandro Lindschinger, die Zusammenarbeit beim USV nicht über den Sommer hinaus fortzusetzen.

Mit einigen Neuverpflichtungen wie Rene Koglbauer, Kevin Englitsch oder auch Alex Sandor sowie der Installierung des neuen Cheftrainers Michael Sedlarik impfte Rene der Mannschaft neues Blut ein – die Leistungen und Ergebnisse blieben aber auf Kampfmannschaftsebene völlig aus, weshalb im Winter 2017/18 wieder zum handeln gezwungen war.

Mit der Benennung von Kevin Englitsch zum Spielertrainer bewies Rene wieder Mut, aber auch Gespür, denn der neue Trainer mit Co Markus Mangold fanden schnell einen guten Draht zur Truppe, konsolidierten die Truppe und fuhren mit 16 Punkten und Rang 6 in der Frühjahrstabelle ein zufriedenstellendes Ergebnis ein!

Nun aber weg von sämtlichen sportlichen Rückblick, Zahlen und Fakten – denn diese würden die Leistungen und den Einsatz sowie die Bedeutung des Rene Panholzers für den USV nicht gerecht werden. Rene schaffte es in den vergangenen Jahr einen Spirit, Teamgeist und Zusammenhalt in den Verein zu bringen, der es keineswegs verbieten kann über die „USV-Familie“ zu sprechen. Und mag diese Formulierung von noch so vielen Seiten belächelt werden, so können wir mit Fug und Recht behaupten, dass das in diesem Verein, angeführt und vorgelebt von Rene, der Wahrheit entspricht. Ruft ein steirischer Legionär (Anm.: Name der Redaktion bekannt) unseren Seki drei Stunden vor dem Spiel an und berichtet ihm, dass er sein nicht unessenzielles Schuhwerk in der heimischen Kabine vergessen habe, dann macht sich unser SEKI uneigennützig auf den Weg und stellt damit sicher, dass unser steirischer Schönling seine Leistung bringen und seine Tore erzielen kann. Und hier meine Damen und Herren handelt es sich gewiss nur um eines von zig Beispielen- Rene opfert sich für den Verein und seine Mannschaft auf, wie es kein Zweiter tut!

Wir vom USV Natschbach-Loipersbach sind unheimlich froh, einen sportlichen Leiter aber vor allem einen Menschen und Typen wie Rene Panholzer bei uns im Verein zu haben. Den Einsatz, das Engagement und die Zeit, welche Rene für seinen Verein Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr aufwendet ist schlicht und einfach unbezahlbar. Würde man ihm seine Taten mit seinem geliebten Lambrusco entgelten wollen, die Zufahrten ins kleine Mahrersdorf wären wohl mit LKW-Kolonnen verstopft. Denn eines darf dir gewiss sein, wenn unser Philosoph Armin am Ende seiner glorreichen Jahre als USV-Häuptling auf seine Laufbahn zurückblicken wird – die Erlebnisse und die Eindrücke, die du der USV-Familie vermittelst und mitlebst, werden sehr weit oben stehen.

Lieber Rene, lieber Sektione, lieber Mr. Magister, lieber Santa Seki,… – es bleibt uns nur DANKE DANKE DANKE zu sagen, für deinen Einsatz und dein Engagement rund um den USV Natschbach-Loipersbach. Wir alle hoffen, dass du noch ganz lange Teil dieser Gemeinschaft und dieses Vereins, dem du in den letzten Jahren ein ganz anderes Image gegeben hast, bleiben wirst.

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